Rundreise Spanien

Posted: 2. April 2021

… aus der Schweiz -> https://globusfootsteps.de/roadtrip-schweiz/ ging es Richtung Spanien, denn dort haben wir eine tolle Campinganlage gefunden und zwar direkt am Strand in der Nähe von Barcelona. Voller Eupohrie buchte ich die erste Reihe für unseren Bulli für 3 Nächte.

Warum in Spanien unsere Pechsträhne begann und was es zu beachten gibt, folgt gleich.

Da es aus Interlaken zum Campingplatz Gavina in Creixell (Spanien) ca. 1073km waren, hatten wir überlegt kurz vor der spanischen Grenze in Frankreich noch eine Übernachtung einzulegen.

Denn bei der gesamten Routenplanung hatte ich zwischen den festgebuchten Campingplätzen immer 1-2 Tage ein Puffer gesetzt. Diese Tage nutzen wir immer mit Park4Night, um kostenlos übernachten zu können.

Die erste Übernachtung war in einer kleinen französischen Stadt namens Fitou Ville. Der Stellplatz verfügt über Picknick Tische, zwei Wasserhähne, Toiletten und Müllentsorgung. Allerdings tummeln sich nachts Jugendliche auf dem Parkplatz, deswegen am besten keine Gegenstände außerhalb des Wagens stehen lassen. Das Highlight ist ein kleiner Foodtruck mit Pommes, Burgern und co.

Beschreibung + GPS Daten: https://park4night.com/lieu/49836/parking-camping-car-jour-et-nuit/fitou-46-avenue-des-corbi%C3%A8res/france/aude#prettyPhoto

Morgens nach dem Frühstück ging es weiter nach Spanien zum Campingplatz Gavina in Creixell, diesen hatten wir über Yelloh Village gebucht. https://www.yellohvillage.de/camping/gavina

Dieser liegt an der Costa Dorada, direkt am Mittelmeer und ist ca. 1 Stunde von Barcelona entfernt.

Zudem bietet der Campingplatz Gavina ein Lagunen-Schwimmbad mit Wasserfällen und Whirlpool sowie ein Kinderbecken für die Kleinen. Den ganzen Tag bietet das Team ein vielfältiges Programm an Aktivitäten für groß und klein.

Kosten für 3 Übernachtung: 330€ (2 Erw. + 3 Kinder)

An der Rezeption bekamen wir Armbänder, eine kurze Einweisung und einen Parkplan. Voller Aufregung fuhren wir zum gebuchten Stellplatz. Doch dort kamen wir nie an, denn wir blieben im Sand mit dem Bulli direkt stecken.

Im Vorfeld hatte ich Kontakt mit dem Campingplatz aufgenommen, ob es möglich wäre, dort mit einem VW California Beach zu stehen. Die Antwort war kein Problem und doch wurde es zum großen Problem. Wir kamen nicht mehr vor und auch nicht zurück, trotz Hilfe von einigen Campern. Marco lief zurück zur Rezeption und hoffte auf eine Lösung. Es gab nur 2 Möglichkeiten, entweder würde uns ein Traktor auf den Platz ziehen und wir müssten den Wagen dort stehen lassen und wären nicht mehr mobil oder wir verabschiedeten und von dem Traum der ‚first row‘ und suchten uns einen neuen Platz.

Ehrlich gesagt, war mir zu diesem Zeitpunkt alles egal, denn es war heiß, die Kids meckerten, Marco schwitzte und ich war absolut genervt von allem. Allerdings war die Campingverwaltung bemüht uns einen neuen Stellplatz zu zuweisen, denn es war August und der Campingplatz eigentlich komplett ausgebucht.

Ein Traktor zog uns nach über 2 Stunden warten aus dem Sand und wir konnten endlich auf unseren neu zugewiesen Stellplatz. Wir bekamen von der Verwaltung den Differenzbetrag ausgezahlt, dafür mieteten wir uns 4 SUP für einen Tag.

Die Anlage ist super schön und übersichtlich. Vor allem die Poolanlage fanden die Kids super, denn den ganzen Tag am Strand mit Salzwasser ist für die Bande nichts.

Doch zack ging die Pechsträhne weiter…

Lia hatte mit Marcio einen Poolunfall. Er wollte sie im Wasser hochwerfen, doch leider haben beide die Pooltiefe falsch eingeschätzt und sie knallte mit dem Kopf unf Gesicht im flachen Wasser auf. Das Ergebnis war eine dicke aufgeplatzte blutende Lippe, Schürfwunden im ganzen Gesicht und Kopfschmerzen. Wir versorgten erstmal ihre Wunden und beobachteten ihr Verhalten, ob eine medizinische Untersuchung vielleicht nötig wäre. Doch sie erholte sie ziemlich schnell und nach dem 3 Eis ging es ihr schon viel besser.

Der Strand gefiel uns allen sehr gut, dieser war überhaupt nicht überfüllt und das Wasser war angenehm kalt. Allerdings war es ziemlich windig, der Auflug mit den SUP war ein wirklicher Kampf und mit der Isla Holbox in Mexico überhaupt nicht vergleichbar.

Tagsüber waren es meistens über 40 Grad und auch die Nächte waren im Bulli ziemlich schwül.

Ab 24.00 Uhr gab es eine Nachtruhe auf dem Campingplatz. Dies wurde auch von einem Angestellten streng überprüft, laute Musik oder Gespräche waren nicht erwünscht. Da wir kein Vorzelt hatten, war leider nur noch flüstern erlaubt, was unseren Vorstellung vom Campingurlaub absolut überraschte, doch man lernt nie aus. Leise Gespräche sind bei Menschen mit italienischen Genien schwer möglich, aber Probleme bekamen wir hier zum Glück keine.

Ausflüge:

Cambrils

Cambrils ist eine kleine Hafenstadt an der Costa Dorada, diese ist von Camping Gavina ca. 43km entfernt. Dort trafen wir auf Marcio’s Schulfreund, der mit seiner Familie ein Ferienhaus vor Ort gemietet hat. Wir schlenderten durch die Altstadt, schlemmten Eis und spazierten zum Hafen.

Marcio und Alessandro liehen sich E-Scooter aus und erkundeten die Stadt auf eigene Faust. Wir konnten endlich etwas zur Ruhe kommen, nach den ganzen Ereignissen der letzten Tage.

Tipps rund um die Stadt: https://de.hotels.com/go/spanien/aktivitaeten-in-cambrils

Torredembarra

Torredembarra liegt nur 7km von Campingplatz enfernt, diese Stadt hat keine besonderen Sehenswürkidkeiten. Doch um abends etwas entlang der Strandpromenade spazieren zu gehen, ist es absolut ausreichend. Es gab einen kleinen Markt, mit nationalen Spezialitäten und eine kleine Kirmes für Kinder.

An diesem Tag hatte ich Glück im Unglück, denn als Marco und die Kids über den Mark liefen, setzte ich mich am Strand und genoß meine persönliche Auszeit am Rande des Turbels. Als wir auf dem Rückweg zu unseren Bulli waren, bemerkte ich, dass ich den Autoschlüssel verloren habe. Er musste noch am Strand liegen, denn ich hatte diesen in den Schoss gelegt. Marcio flitzte zurück und tatsächlich war eine spanische Familie auf der Suche nach den Besitzern des Schlüssels. Uns fiel nicht nur ein Stein, sondern eine Lawine vom Herzen, denn wir hatten keinen Zweitschlüssel und es war schon nach 22.00Uhr. Was hätten wir gemacht?! Wo hätten wir geschlafen? Wen hätten wir kontaktiert? Fragen über Fragen…

Wenn ihr denkt, also mehr kann nicht passieren, da muss ich euch enttäuschen unsere spanische Pechsträhne ging in die nächste Runde.

Nach 4 aufregenden, aber auch entspannten Tagen am Strand ging es weiter Richtung Portugal. Hierzu hatte ich diesmal 2 Tage eingeplant, die wir wieder über Park4Night nutzen wollten.

Der Plan war von Creixell nach Malaga zu fahren und dort zu übernachten. Insgesamt waren es 903km, doch wir beschlossen noch vorher in Granada zu halten, um dort abends was zu essen und vielleicht erst am nächsten Morgen weiter nach Malaga zu fahren. Doch es kam wie gewohnt alles anders. Vorab, die Strecke von Creixell nach Granada war landschaftlich absolut traumhaft. Umso näher wir der Sierra Nevada kamen, umso mehr fühlte ich mich wie in Arizona.

Auf der Suche nach einen Parkplatz in der Stadt, fuhren wir in eine Tiefgarage und bemerkten nicht, dass unser Dachgepäckträger an die oberen Messstangen gekommen ist. Als wir in der Kurve bergab fuhren, machte sich ein Spanier bemerktbar. Marco stoppte den Wagen und es passte wirklich nur noch ein Blatt Papier zwischen den Gepäckträger und der Betonwand. Er musste die steile Auffahrt rückwärts wieder hoch und wir drückten vorne, damit der Wagen nicht mehr rollte. Alle Autos hinter uns mussten zurücksetzen, was eine Aufregung! Zum Schluß fuhren wir in eine verkehrsberuhigte Zone, wo ab 19.30 Uhr nur noch Busse herfahren müssen. Bis heute haben wir kein Bußgeldbescheid erhalten, ich hoffe das da nach 1 1/2 Jahren auch nichts mehr kommt.

Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt, Marco geht mit solchen Situation ziemlich gut um, ich kann aber meine Gefühle nicht verbergen. Die Jungs gingen zum Abschluss noch in eine Shishabar, Lia und ich gingen auf dem Spielplatz, der um 21.00 Uhr noch voller Familien war.

Es brachte nichts, wir entschieden uns, ohne was von Granada gesehen zu haben, nach Malaga zu fahren und dort zu übernachten.

Den Stellplatz erreichten wir um 1.50 Uhr in der Nacht. Hier waren noch andere Camper und nachts fuhr auch mal die Polizei kurz vorbei. Doch eine Strafe bekamen wir nicht. Der Platz ist direkt am Meer und ziemlich laut durch die Meeresgeräusche. Es stehen Duschen und Toiletten zur Verfügung, aber erst von 11.00-20.00 Uhr. (kostenpflichtig)

Beschreibung + GPS Daten: https://park4night.com/lieu/68858/parking-camping-car-jour-uniquement/málaga-104-paseo-marítimo-el-pedregal/spain/málaga#.

Malaga

Malaga ist an der Costa del Sol und hat kulturell unglaublich viel zu bieten. Die Stadt hat moslemische Einflüssen, die auf die Geschichte zurück zu führen sind.

Da es vom Stellplatz bis zur Stadt ungefähr 6km sind, haben wir uns über Tier 4 Roller geliehen. Der Preis hierfür war 23€ für ca. 30 Minuten. Marco fuhr mit Lia zusammen, da wir nicht sicher waren, ob sie es alleine schafft, die Geschwindigkeit einzuschätzen.

Top Sehenswürdigkeiten

Nachdem wir den Vormittag in Malaga vebrachten, ging es nachmittags nach Gibraltar. Gibraltar ist das britische Überseegebiet im Süden der Iberischen Halbinsel, direkt unterhalb von Andalusien. Von Malaga aus waren es 137km in den britischen Staat mit dem berühmten Blick auf Marokko.

Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es gibt eine Grenze und eine Passkontrolle, bevor man über das Flughafenrollfeld nach Gibraltar fährt. Unser Ziel war der Europa Point, er ist der südlichste Punkt Gibraltars. Dieser Leuchtturm dient gleichzeitig als römisch-katholische Wallfahrtskirche, als Nationalheiligtum und auch als Moschee.

Gibraltar ist auch für seinen Affen-Felsen bekannt, jedoch kannten wir diese Sorte Affen schon von unserer Bali Reise. Wir machten uns auf dem Weg zu unserem letzten Park4Night Stellplatz, bevor wir am nächsten Tag noch einen Auflug nach Sevilla machten.

Der Stellplatz ist etwas abseits in einem Pinienwald, jedoch sehr ruhig und mit Picknick Tischen ausgestattet, jedoch ohne Sanitäranlagen. Bitte achtet darauf, dass ihr euren Müll, sowie eure größeren Toilettengänge nicht vor Ort lasst, sondern anständig entsorgt. Mülleimer sind vorhanden.

Dieser Stellplatz war ideal, hier konnten wir in Ruhe was kochen und am Picknick Tisch gemeinsam essen. Da es mehrere Stellplätze vor Ort gibt, hat man nachts seine Ruhe. Bitte kein Essen vor der Tür lassen, es könnte Tiere anziehen.

Beschreibung + GPS Daten: https://park4night.com/lieu/110276/aire-de-pique-nique/los-barrios-c-440a/spain/cádiz#.

Unseren letzten Stopp machten wir in Sevilla, vom Stellplatz aus sind es ca. 170km über die Autobahn. Hier suchten wir uns einen ausgewiesenen Parkplatz für größere Wagen in der Nähe von der Plaza de Espana.

Sevilla wird auch „la Ciudad de la Alegrìa“ genannt: die Stadt der Freude

In Sevilla spielt sich das Leben in bunten Gassen, Innenhöfen und auf historischen Plazas ab. An diese Stadt habe ich mein Herz verloren. Denn die arabischen Einflüssen erinnern mich persönlich sehr stark an Marokko und Nahost.

Top Sehenswürdigkeiten

Plaza de Espana

Der Spanische Platz wurde 1928 für die Iberoamerikanische Ausstellung 1929 errichtet um die Entdeckung Amerikas von spanischen Eroberern zu feiern. Der Platz wurde in einem Halbkreis entworfen um die einfahrenden Schiffe aus Amerika zu empfangen. Er besteht aus Kanälen und 4 Brücken, die die alten spanischen Königsreiche symbolisieren sollen.

Die Kanäle kann man mit einem kleinen Boot überqueren. Doch das besondere sind die 48 Azujelos Bänke, die die spanischen Provinzen darstellen.

Sevilla Kathedrale

Es ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Sevilla. Absolut atemberaubend und die Geschichte dazu mehr als inspirirend. Der Bau auf dem Fundament der alten Almohad Moschee und hat insgesamt 100 Jahre gedauert, bis zur Fertigstellung. Die Kathedrale gehört zu den 3 größten der Welt. Da es Sonntag war, ließen wir den Besuch von innen aus, da es einfach zu voll war. Wir gönnten uns ein Stück Pizza davor.

La Giralda

Dieses Minarett wurde von den Christen nach der Eroberung geändert, um Glocken anzubringen. Von oben hat man wohl einen fantastischen Blick über die Stadt, jedoch ließen wir auch dieses ausfallen, aufgrund von langen Wartezeiten.

Allerdings steht für uns seitdem schon fest, dass wir definitiv eine Andalusien Rundreise machen werden, um die Geschichte besser zu verstehen und uns alle Städte nochmal genauer anzuschauen. Denn dafür fehlte uns einfach auch die Zeit mehrere Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Kurz bevor die Sonne unterging erreichten wir die Grenze zu Portugal und den nächsten Stellplatz direkt am Meer.

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Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit bei uns melden.

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