Mexico

Posted: 26. August 2018

Mexico

VIVA LA VIDA

*Werbung*

Genau vor einem Jahr beschlossen wir, dass unser Reiseziel für den Sommer 2018 Mexico/Kuba sein wird. Es wurde Zeit das wir uns langsam an Mittel/Südamerika rantasten, denn da gibt es unzählige Länder und Städte, die von uns erkundet werden wollen.

Wie immer musste erstmal ein grober Plan her, wie die Route verlaufen sollte. Ich googelte nach Mexico Blogs und fand bei https://ferndurst.de/yucatan-rundreise-tipps-mexiko/ die perfekte Reiseroute für uns. Die beiden Mädels waren 3 Wochen in Yucatan unterwegs und haben mir Orte gezeigt, von denen ich vorher noch nie gehört hatte, wie z.B. Bacalar oder die Isla Holbox.

Da wir nur 23 Tage zur Verfügung hatten und Marco noch gerne nach Havanna wollte, mussten wir alles anpassen. Ich handelte einen Deal mit ihm aus, wenn es wirklich Yucatan werden sollte, möchte ich nach Mexico City ins Frida Kahlo Haus. Denn wenn wir schonmal in der „Nähe“ sind, musste man es auch nutzen. Tatsächlich hatte er nichts dagegen, was mich natürlich umso mehr freute.

Die schwierigste Frage war erstmal, was kosten die Flüge und wie fliegen wir am besten. Das gestaltet sich in den Ferien immer sehr schwierig und kostet Zeit und Geduld, um das perfekte Angebot zu finden. Ich sage es ziemlich oft, aber wer in den Ferien eine Langstrecke buchen möchte, sollte es defintiv 8-10 Monate vorher buchen!!!

Wenn ich Flüge endeckt habe, beobachte ich diese erstmal 1-3 Wochen, meistens über mehrere IP Adressen, damit mein Macbook es nicht speichert oder öffne eine private Seite bei Firefox, somit werden einem unterschiedliche Preise angezeigt. *TIP*

Diesmal kann ich sagen machte ich wirklich ein gutes Schnäppchen: Es ging von Amsterdam nach Mexico City (Zwischenstopp in Dallas) und von Havanna zurück nach Amsterdam (Zwischenstopp in Miami und London), gebucht über https://flug.idealo.de/.

Ich verstehe natürlich, dass einige Familien diese Zwischenstopps hassen, aber wir müssen unser Geld zusammenhalten und nehmen dies in Kauf. Der Flugpreis lag bei 580€ pro Person, diesen Preis habe ich danach nie wieder gesehen und ich gucke oft nochmal, wie sich dieser verändert. Tatsächlich lag der Preis 2-3 Monate vorher bei 1075€ pro Person, dass hätten wir niemals gezahlt.

Von Mexico City nach Cancun und von Cancun nach Havanna buchte ich Flüge mit Interjet, einer mexikanischen Gesellschaft für 120€ pro Person und das mit 24kg Freigepäck! Diese Airline können wir absolut weiterempfehlen, es lief alles super unkompliziert, man hatte viel Beinfreiheit und die Snacks waren auch lecker. Es hat sich also total gelohnt.

Route:

Mexico City (2Tage)

Tulum (4Tage)

Bacalar (3Tage)

Valladolid (4Tage)

Isla Holbox (5Tage)

Cancun (1Tag)

Havanna (4Tage)

Für den kompletten Zeitraum in Yucatan buchten wir über https://www.check24.de/mietwagen einen Wagen (Internationaler Führerschein vorausgesetzt). Im Vorfeld haben wir uns bezüglich der Sicherheit in Mexico informiert und auch diesmal können wir sagen, lasst euch nicht verunsichern, bucht euch einen Wagen und los geht’s…

Alternativ kann man auf das Bussystem oder Reiseunternehmen zurück greifen, dass kam für uns allerdings nicht in Frage, weil wir flexibel sein möchten.

Es ging los, wir stellten unseren Wagen wie üblich am Flughafen in Amsterdam ab, jedoch buchte ich den Parkplatz 4 Wochen vorher, weil ich es vergessen hatte und tatsächlich musste ich 70€ mehr zahlen, als ich im November schonmal geschaut hatte. Sowas passiert mir auch kein 2-tes mal!

Der erste Flug ging also nach Dallas, mit Zwischenstopp von 19 Stunden. Was macht man also 19 Stunden am Flughafen??? Nichts, denn der Weiterflug ging um 8.00Uhr morgens am nächsten Tag und so verbrachteten wir die Nacht im Airport Hotel https://www.booking.com/hotel/us/inn-amp-suites-dallas-dfw-airport-north und machten uns mittags noch auf dem Weg in ein Outlet Center. Es gab einen kostenlosen Airportshuttle, der uns auch ins Outlet Center gebracht hatte.

Dieser Tag war ein ganz besonderer für Marco und mich, denn wir hatten 15. Hochzeitstag und 20. Jahrestag, den längsten aller Zeiten, dank der Zeitverschiebung.

Mexico City

Angekommen am Flughafen haben wir erstmal Geld am Schalter (1€=19,7Pesos) gewechselt, leider haben wir einen schlechteren Kurs bekommen als in der Stadt (1€=22Pesos). Allerdings war dieser deutlich besser als in Yucatan, da Mexico Stadt nicht wirklich viele Touristen hat.

Unser Hotel Historico Central, gebucht über: https://www.booking.com/searchresults.de.html?aid=311092;label=historico-central (mit Frühstück) lag mitten in der Altstadt und hatte keinen Shuttle, somit waren wir auf ein Taxi angewiesen. Mexico City ist wirklich riesig und wir fuhren 40min. vom Flughafen in die Altstadt. Das Hotel war von außen total unspektakulär, aber von innen war es super schön und sehr grün.

Die Zimmer hingegen waren recht klein, was uns allerdings nicht störte, da wir nur 2 Übernachtungen hier verbringen mussten. Das Highlight war aber das kleine Cafe am Eingang, hier konnten wir uns den ganzen Tag mit Essen und Trinken versorgen und das alles kostenlos. Es gab Latte, Cappucino, Espresso, Cola, Wasser, Säfte, Sandwiches, Salate, Eis und und und, somit haben wir kein Geld draußen ausgeben müssen.

Im Vorfeld buchte ich schonmal Karten für das Frida Kahlo Museum https://www.boletosfridakahlo.org/ um die Wartezeit zu verkürzen. Montags hat das Museum leider zu, somit blieb uns keine Wahl, als direkt am Ankunftstag dieses zu besuchen.

In Mexico City haben wir erstmals Uber für uns entdeckt, ich kenne diese App, aber in Deutschland ist diese nur in Berlin und München verfügbar. Meine Instagram Bekanntschaften von http://www.panimawi.com/ nutzen diese Regelmäßig, also no risk no fun.

Man gibt im Vorfeld das Ziel über die App ein, dann wird einem angezeigt, wieviel die Fahrt kostet (zahlbar über paypal oder Kreditkarte) und man bekommt Fahrzeugmodell, Kennzeichen und Name des Fahrers angezeigt. Man kann genau verfolgen, wie weit der Fahrer weg ist und wie lange dieser braucht. Es ging schneller als gedacht und so stand nur Lia und ich am Fahrzeug, weil Marcio noch unbedingt was zu Essen haben wollte (da wussten wir den Ablauf mit dem kleinen Cafe noch nicht). Da wir keine Ahnung hatten, in welche Richtung die beiden hingegangen waren, stiegen wir schonmal ein und der Fahrer fuhr los, da die Polizei hinter uns stand und es eine Einbahnstraße war.

Nach 300 Meter war unsere erste Fahrt auch schon wieder zu Ende, denn wir konnten Marco und Marcio nirgends auf der Straße entdecken. Wir liefen wieder zurück zum Hotel, haben die beiden gefunden, stritten kurz und bestellten wieder ein neues Uber. Tatsächlich hat der 1. Fahrer diese Fahrt storniert und wir mussten sie nicht zahlen.

Das Museum war 26km von der Altstadt in Mexico City entfernt, aber die Fahrt hat uns nur 6,28€ mit Uber gekostet, mehr muss ich nicht sagen. Allerdings benötigt man WLAN oder Internet, um diese nutzen zu können.

Da stand ich nun in der Schlange zum Frida Kahlo Museum, einer meiner Inspiration, die ich auf der letzten Mexico Reise für mich endtdeckt habe, als wir an der Baja California unterwegs waren.

Es war eins der Highlights meiner Reise, einmal durch den Garten zu gehen und einen Einblick in ihr Leben zu bekommen, was durch Schmerz und Liebe geprägt war.

Die Gegend in dem sich das Haus befindet ist sehr authentisch, es gibt eine große Markhalle und überall erklingt mexikanische Musik. Zahlreiche Familien treffen sich hier zum Einkaufen oder zum Essen. So haben wir uns Mexico vorgestellt, denn hier waren wir fast die einzigen Touristen.

Am nächsten Tag machten wir eine Stadion Tour durch das Azteken Stadion https://www.estadioazteca.com.mx/.

Was in diesem Stadion alles passierte machte selbst mich sprachlos, Jahrhundertspiel Italien-Deutschland, Hand Gottes von Maradonna, das Stadion mit den meisten WM Spielen inklusive 2 Finalspielen, eins der größten Konzerte von Michael Jackson, Papst Johannes Paul gab dort eine Messe usw. Marco und Marcio kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Tour hat uns ingesamt gekostet.

Mittags schlenderten wir noch durch die Altstadt und besuchten den Torre Latino Americana http://torrelatinoamericana.com.mx/, um die Stadt von oben zu betrachten. Der Preis lag hier bei 110 Pesos p.P. (5€)

Am nächsten Morgen ging es für uns auch per Uber zum Flughafen in Richtung Cancun.

TULUM

In Cancun holten wir unser Mietauto bei Alamo ab und fuhren direkt nach Tulum durch, denn Cancun kam für uns nicht in Frage, viel zu touristisch und eher der Ballermann für die Amis.

Cancun-Tulum ca. 140km (2Std.)

Es gibt unzählige Unterkünfte in Tulum, von kleinen Homestays bis hinzu Pablo Escobar’s Ferienvilla, was mittlerweile ein Hotel ist (Casa Malca). Wir entschieden uns für ein Airbnb https://www.airbnb.de/rooms/18786597 in einer Appartment Anlage inkl. Pool und Dachterasse.

Im Vorfeld haben wir alle Zugangsdaten per Mail für das Appartment bekommen, so dass wir direkt rein konnten. Allerdings wären wir ohne Auto aufgeschmissen gewesen, es gibt einiges was man in Tulum machen kann, doch die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Wir kauften im Supermarkt alles ein, was wir für die nächsten Tage benötigten und Marco und Marcio besorgten sich eine mexikanische SIM Karte (200 Pesos (10€) 30Tage unbegrenzt sufen und telefonieren).

Da wir uns kein Navi geliehen haben, war die SIM Karte definitiv die beste Lösung.

Tulum vergleiche ich mit Ubud auf Bali, es ist hip, trendig, alternativ, jung und abwechlungsreich. Es gibt moderne Hippies bis hinzu extravaganten Gesellschaft, alles bunt gemischt.

Die meisten Touristen sind hier mit Fahrrädern unterwegs, die man überall vor Ort mieten kann, aber bei 40 Grad haben uns die Kinder einen Vogel gezeigt.

Ich kannte Bilder von Mexico’s Stränden von Instagram oder von zahlreichen Blogs, als wir allerdings noch abends einen Strandabschnitt besuchten, waren wir aboslut geschockt. Überall am Strand lag Seegras und das in einer Menge, die ich kaum beschreiben kann. Man musste erst durch dieses dichte Gras drüber hüpfen ums ins Meer zu gelangen, aber auch im Meer schwamm es überall. Wir waren etwas enttäuscht und hofften, dass es Strände ohne dieses Gras gab. Leider Fehlanzeige, dieses Problem herrscht allerdings schon seit Februar in der Region und reicht bis nach Miami Beach.

Strände

Playa Paradiso

 

Entweder man zahlt eine Gebühr für den Parkplatz oder man mietet sich eine Liege, dann ist dieser kostenlos. Wir haben uns ein Strandbett inklusive Schirm, Tisch und 4 Stühlen für den ganzen Tag für 250 Pesos (13€) gemietet.

Hier gab es Hängematten, Duschen und ein kleines Restaurant. Preis-Leisung war für dieses Ambiente angemessen, das Essen war auch super lecker. Aber das Seegras Problem war auch hier nicht zu übersehen. LKW’s transportierten dieses stündlich ab. Trotzdem ist dieser Strand weiterzuempfehlen.

Tanakah Bay

Diesen Tipp bekamen wir von unserem Vermieter. Es ist eine Hotelanlage mit einer kleinen Bucht und für Kinder super geeignet. Hier war das Wasser sehr sauber und das Hotel verfügte über eine eigene Cenote (kostenlos), die etwas versteckt neben der Anlage lag.

Wir lagen unter einer Palme und konnten die absolute Ruhe genießen. Der Eintritt lag allerdings bei 600Pesos (27€) für’s parken und die Strandnutzung. Hier hatten sie das Seegrasproblem jedoch etwas besser im Griff.

Cenoten

Die Gegend um Yucatan ist bekannt für die zahlreichen Cenoten. Ein Cenote ist ein dolinienartiges Kalksteinloch, dass durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Es gibt mehr als 2000 dieser Cenoten in Yucantan und Quitana Roo. Wir haben insgesamt 4 Stück besucht, 3 in Tulum und 1 in Valladolid.

Cenote Car Wash

Wir waren früh morgens vor Ort und fast alleine, nur ein paar Taucher waren im Wasser. Der Eintritt betrug 50Pesos (2€). Zum schnorcheln war diese nicht so spannend, aber das Wasser war unglaublich klar und frisch und man konnte von einer Erhöhung ins Wasser springen.

Grand Cenote

Diese wollten wir eigentlich gar nicht besuchen, weil wir im Vorfeld vieles negatives gehört haben, zu dreckig, völlig überlaufen usw. Doch wir entschieden uns ganz früh hinzufahren um den Bustouristen, die gegen 11.00Uhr kommen, nicht in die Quere zu kommen. Um die Cenote ist eine kleine Anlage aufgebaut, mit Duschen, einer Liegewiese, Hängematten und Toiletten. Im Wasser sind kleine Schildkröten, an den Höhlenwänden sind Fledermäuse und das Wasser ist kühl und klar.

Wenn die Sonne in die Höhle scheint kann man unglaubliche Bilder mit der GoPro oder dem Handy machen.

Der Eintritt betrug hier 150 Pesos p.P (6,80€) Es sind auch Schließfächer verfügbar, leider weiß ich den Preis nicht mehr, aber wenn ihr euren Reisepass vorzeigt, bekommt ihr Rabatt.

Tulum Ruinen

Das Wahrzeichen von Tulum sind allerdings die Maya-Stätte direkt am Wasser. Zu den bekanntesten gehört die Burg „Castillo„, die das größte und bekannteste Bauwerk Tulums ist. Neben dem Castillo befindet sich der Tempel des herabsteigenden Gottes. Um ihre Götter zu besänftigen und ihnen zu huldigen, bauten die Maya prächtige Tempel, in denen verschiedene Opfergaben dargebracht wurden, Menschenopfer waren durchaus üblich.

Um zu den Maya-Stätten zu gelangen, parkt man sein Auto auf dem Parkplatz, dieser kostet 180Pesos (8€) pro Auto. Dann kommt man auf eine große Anlage, es gibt dort Restaurants und Souvenir-Shops. Der Eingang zu den Ruinen kann man entweder zu Fuß oder mit dem Bus erledigen. Um zu den Stätten zu gelangen, muss man noch 70Pesos (3€) zahlen.

Die Kinder haben an diesem Mittag einen Pooltag eingelegt, dewegen sind Marco und ich alleine los um diese zu erkunden. Es gibt einen kleinen Strandabschnitt, leider war dieser wegen dem Seegras gesperrt!

Coba

Es gibt allerdings noch eine andere Maya Ruine, außerhalb von Tulum die wir besucht haben und zwar COBA. Sie liegt ungefähr 40km von Tulum entfernt. Wir sind ziemlich früh los, da wir den Touristenandrang wiedermal umgehen wollten. Diesmal haben wir uns am Eingang, Fahrräder geliehen (Preis: 50 Pesos p.P. (2,50€)), denn die Ruinenstätte liegt mitten im Dschungel und der Zugang zur der großen Pyramide ist ungefähr 1,5km entfernt.

Diese Pyramide gehört zu den wenigen, die man noch betreten darf.

Da Lia und ich etwas Probleme mit der Höhe haben, wollten wir unten bleiben, doch wir wollten auch diesen Anblick von oben geniessen und haben uns hoch gewagt. Außer uns waren noch circa 8 Personen auf der Pyramide, dass frühe aufstehen lohnt sich einfach immer und immer wieder. Der Ausblick von oben war unbeschreiblich, diese Weite, dieser Dschungel und wir.

Der Abstieg ging nur langsam voran, denn wir beide hatten weiche Knie und waren froh, dass wieder unten Heile angekommen sind.

Als wir wieder fuhren kamen uns mind. 100 Touristen entgegen, denn es sind mittlerweile viele Reisegruppe angekommen.

Tulum Stadt

Die Innenstadt von Tulum umfasst viele kleine Souvenirshops, Restaurants in jeder Preisklasse und Reiseveranstalter für geführte Ausflüge. Wir aßen einen Abend im Burrito Amore, der uns per Tripadvisor empfohlen wurde, ansonsten gingen wir dort hin wo Einheimische unterwegs waren, denn da fühlen wir uns am wohlsten und das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt.

Bacalar

Unser nächstes Ziel war Bacalar, es lag 215km von Tulum entfernt. Die Stadt liegt in der Nähe der Grenze zu Belize und Guatemala. Die Mexikaner nennen diesen Ort „Pueblo Magico“, dass heißt soviel wie „magischer Ort“. Wir hatten auch hier ein kleines Appartment über Airbnb https://www.airbnb.de/rooms/18161108 gemietet. Als wir ankamen, wurden wir von den Vermietern freundlich begrüßt, die ebenfalls im Haus wohnten.

Von der Terasse hatte man einen tollen Blick auf den See. Hier verirren sich tatsächlich weniger europäischer Touristen, wie man uns berichtete, aber wir fühlten uns direkt heimisch. Alberto sprach gut englisch, er hat uns Restaurants empfohlen und uns erklärt wo wir schwimmen gehen können. Bacalar war Mexico, wie wir es uns vorgestellt haben, nur leider ohne Chilli con Carne, denn dieses kommt gar nicht aus Mexico, sondern aus Texas.

Den ersten Tag verbrachten wir an einem Lagunenabschnitt, der nur 100 Meter von unserem Appartment entfernt war.

In den Bewertung las ich, dass Alberto Segeltouren über die Lagune anbot, doch es stellte sich heraus, dass er nur den Kontakt herstellen würde, was wir trotzdem dankend angenommen haben. Wir entschieden uns für eine private Segeltour, die ingesamt 4 Stunden dauerte und nicht ganz günstig war. Wir bezahlten für die Tour 2800Pesos (128€), allerdings hat sich jeder Pesos gelohnt.

Wir fuhren durch die Lagune und sahen wie der See ständig seine Farben änderte, deswegen nennt er sich auch „Die Lagune der sieben Farben“. Selbst die Kids waren absolut fasziniert und meinten, „sowas haben sie noch nie gesehen“.

Den schönsten Strand, den wir bis jetzt gesehen haben, war auf Antigua, der war dem See jedoch ziemlich ähnlich, denn die Wasserfarbe hatte fast den gleichen Ton, türkis (milchig).

Es war mal wieder Zeit für einen Sonnenaufgang und ich konnte Marco überzeugen, mit mir und der neuen Drohne DJI Spark mitzukommen. Es war einer meiner schönsten Sonnenaufgänge, so eine unglaubliche Stille, mit der Schönheit des Sees, besser als im Film.

Der Marktplatz liegt im Stadtkern, ganz klein, gemütlich und authentisch. Hier verbachten wir unsere Abende und aßen auf der Strasse mexikanische Marquitas, Tortas und Quesadilla.

Valladolid

Unsere vorletzte Station in Mexico war Valladolid. Der beste Ausgangspunkt um nach Chichen Itza zu gelangen und noch etwas mehr mexikanischen Stadtflair mitzunehmen. Es war Liebe auf den ersten Blick, denn hier stimmte einfach alles.

Über Booking buchte ich: https://www.booking.com/searchresults.de.html?aid=311092;label=casa-marlene das kleine Hotel namens Casa Marlene.

Als wir parkten wirkte es recht unscheinbar, aber als wir es betraten, konnten wir unseren Augen nicht trauen. Wir standen im Garten Eden, oder wie wir uns diesen vorstellten inklusive Pool.

Das Hotel verfügt nur über wenig Zimmer, aber jedes ist mit Liebe zum Details eingerichtet.

Das Personal ist unglaublich freundlich, man merkt, dass es sich um ein Familienhotel handelt. Das Frühstück war hervorragend und über die Lage brauchen wir gar nicht sprechen. 2min. Fußweg zur Innenstadt und 2min Fußweg zur Cenote Zaci. Alles in allem, jede Buchung wert!!!

Marco verliebte sich in die Kaffeetassen aus dem Hotel, leider waren diese nicht aus der Region. Am Abreisetag schenkte uns ein Mitarbeiter des Hotels eine Tasse, damit wir das Hotel nicht vergessen.. Eine unglaublich herzliche Geste!

Im Stadtzentrum befindet sich ein kleiner Markplatz, mit vielen kleinen Souvenirständen, Geschäften und Restaurants ringsherum. Direkt davor steht eine Kirche, die abends beleuchtet ist.

Hier verbrachten wir jeden Abend und schlenderten durch die Gassen, die Stadt ist einfach unglaublich schön, nicht nur wegen ihrer bunten Aussenfassaden.

Marco und Marcio liessen sich hier auch die Haare schneiden. Der Besitzer war etwas überfordert, weil er noch nie Touristen die Haare geschnitten hatte, aber er hat seinen Job sehr gut gemacht.

Ausflüge

Auf unserem Programm standen 2 Tagesausflüge:

Las Coloradas

Dank Instagram findet man Orte, von den man vorher noch nie gehört hatte, zu diesen gehörte auch der „pinke See“. Ich sah unzählige Bilder mit einem riesigen See, der pink schimmerte. Ich zeigte Marco die Bilder und wir beschlossen, uns diesen anzugucken. Die Fahrt von Valladolid nach Las Coloradas dauerte allersdings gute 2 Stunden.

Ich bin froh, dass unsere Kinder immernoch Murmeltiere sind und überall schlafen können und besonders gut im Auto. Das Navi führte uns direkt zu der Salzfabrik, auf der sich der See befindet. Wir wurden von Fabrikarbeitern abgefangen und uns wurde erklärt, dass man nur mit einem Guide zu dem See gelangen würde. Tatsächlich kommt man bis zu einer gewissen Stelle, aber dann kommt eine Schranke und der Zutritt wird einem nur mit einem Guide gewährt. Marco handelte einen Preis aus und wir bezahlten 500Pesos (22,70€), für die Führung, eine Weiterfahrt zu Krebsen und Flamingos, ein naturellen Fish-Spa und ein Schwefelschlammbad.

Direkt neben der Salzfabrik, befinden sich die angelegten Salzbecken, die durch Mikroorganismen rosa schimmern, dass ist das Geheimnis des „Pink Lakes“. Es ist wunderschön und magisch zugleich. Nach unserem kleinen Programm konnten wir direkt zum Strand, der sich am letzten Punkt unserer kleinen Tour befand. Dieser war schon sehr karibisch, das Meer war türkis und der Sand war weiß. Hier lagen kaum Menschen und wir konnten uns in Ruhe antun.

Chichen Itza

Die Maya-Stätte von Chichen Itza ist einer der größten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Yucatáns. Sie ist gleichzeitig auch die meist besuchteste und eine hervorragend restaurierte archäologische Stätte.

Natürlich durfte diese auf unserer Rundreise nicht fehlen. Hier heißt es auch, „der frühe Vogel fängt den Wurm“, denn die Reisebusse kommen gegen 10.00Uhr. Um 8.40Uhr waren wir vor Ort, haben unser Auto geparkt und sind los Richtung Eingang. Der Eintritt kostet .

Um zu den Pyramiden zu gelangen, muss man erst an unzähligen Verkäufer vorbei, allerdings waren die alle noch im Aufbau und wir konnten in Ruhe durch die Stätten ziehen. Highlight des Besuchs ist natürlich der Moment, in dem man vor den riesigen Tempel „El Castillo“ schreitet und in die Höhe blicken kann. Es ist wirklich unbeschreiblich, was Menschen vor über 1000 Jahren erbaut haben, allerdings wird mir auch immer bewusst, wie viele Menschen beim Bau ihr Leben verloren haben und ihr ganzes Leben als Sklaven gehalten wurden.

Wir haben über 3 Stunden auf dem Areal verbracht, denn als die Verkäufer fertig waren mit dem Aufbau, ging Marco von Stand zu Stand. Er ist einfach „Scheich Klim Bim“. Hier haben wir einige Souvenirs gekauft, aber ohne Handeln läuft hier nix.

Mittags haben wir dann unsere letzte Cenote besucht, die von der Casa Marlene nur 2min entfernt ist. Die Cenote Zaci war total anders, als die übrigen 3, die wir besucht hatten. Der Eintritt betrug 30 Pesos (1,30€)  und man musste erst steile Treppen hinunter steigen. Die Cenote ist groß, halboffen und hat einen Wasserfall, aber das besondere an dieser Cenote ist, dass man von 8 Meter ins Wasser springen kann. Tatsächlich sind wir 4 alle gesprungen, ein sehr cooles Erlebnis, was wir so schnell nicht vergessen werden.

Isla Holbox

Unsere letzte Station war die Isla Holbox und unser absolutes Highlight. Um auf die Isla Holbox zu gelangen, muss man erst sein Auto in Chiquila parken und mit der Fähre rüberfahren. Die kleine Stadt Chiquila besteht eigentlich nur aus privaten Parkplätzen, einer Tankstelle und der Fähre. Wir parkten recht nah an der Fähre für 400 Pesos (18€) für 5 Tage, die Fährkosten betragen 150 Pesos p.P. (6,80€) in eine Richtung.

Im Vorfeld habe ich gelesen, dass es auf der Isla Holbox nur einen ATM Automaten gibt, der auch nur US Dollar ausspuckt und dann nochmal für einen schlechten Pesos Kurs gewechselt werden muss und dieser oft defekt ist. Wir hatten tatsächlich nicht mehr viel Bargeld dabei, aber in Chiquila gibt es keinen Exchange oder Geldautomaten. Ich wurde etwas nervös, weil das Geld definitv nicht mehr reichen würde. Aber Marco ist zum Glück immer sehr gelassen und findet meistens eine gute Lösung. Er fragte sich etwas durch und ein Fährticketverkäufer, tauschte ihm Euro (die er vorher noch nie gesehen hat) gegen Pesos, für einen guten Kurs, somit war dieses Problem gelöst.

Auf der Isla Holbox habe ich dann 2 ATM Automaten gesehen und 2 Exchange Buden, vielleicht mehr Panikmache. Trotzdem wechselt im Vorfeld genung Geld, denn man weiß ja nie, Kreditkarten selten akzeptiert.

Ich habe lange nach der perfekten Unterkunft gesucht, denn hier wollten wir entspannen und nichts tun, außer liegen und faulenzen. Instagram ist für mich die perfekte Plattform um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die man gar nicht kennt, aber man immer gute Tipps bereithalten. Instagram/global_mimi verbringt sehr viel Zeit auf der Isla und gab mir den Tipp die Villas Flamingos https://www.tui.com/pauschalreisen/suchen/angebote/Villas-Flamingos zu buchen.

Ich bin ihr sehr dankbar, denn die Unterkunft ist das Paradies auf Erden.

Kleine Holzbungalows direkt an der wunderschönen Sandbank, mit einer kleinen Poolanlage.

Perfekt für Familien mit Kindern! Es gab auch keinen Fernseher auf dem Zimmer, was uns allerdings überhaupt nicht störte.

Auf der Insel fahren keine Autos, nur Strandbuggys, die auch als Taxi genutzt werden oder man mietet sich Fahrräder, wie wir sie schön in Tulum gesehen haben. Die Fahrt vom Fährhafen bis zur Villas Flamingos betrug 20min und hat uns 50 Pesos (2,30€) gekostet.

Wir hatten diesmal die Unterkunft über www.Tui.de gebucht, da diese bei www.booking.de nur „nackt“ angeboten wurde und wir diesmal HP buchten. Das Frühstück gab es in Büffetform und man konnte zwischen Mittag/Abendessen wählen (a la Carte).

Wir haben für uns 4 Übernachtungen 1180€ bezahlt, natürlich ist dies kein Schnäppchen, aber für die Unterkunft mit HP absolut angemessen. Es gab kostenlose Fahrräder und SUP, die wir oft nutzen.

Die Innenstadt ähnelt auch hier wieder Ubud auf Bali, denn dieser moderner Hippie Lifestlye war auch hier spür und sichtbar. Es gibt hier keine gepflasterten Wege, so dass Marco zu Fuß von der Villa in die Stadt gelaufen ist.

Die Stadt bietet viele Restaurants in allen Preisklassen, Souvenirshops und kleine Ateliers, denn sie ist sehr künstlerisch gestaltet. Schlendert durch die Gassen und lasst die Stadt auf euch wirken. Hier mischt sich das Leben der Bewohner, mit dem der Touristen. Allerdings haben wir unsere Halbpension genutzt und kein Restaurant getestet.

Verpasst nicht die Sonnenuntergänge, denn diese waren noch schöner als wir sie auf Hawaii gesehen haben. Das Farbspiel ist absolut magisch und zieht die Menschen ans Meer, mit einem Sol in der Hand, zu mexikanischen Sound. Traumhaft!

Allerdings sollte man abends Mückenspray benutzen, denn sobald die Sonne untergeht, geht das stechen los… Wir benutzen immer „NO BITE“, das Hotel stellte jedoch auch eine weiße Creme zur Verfügung, diese roch nach Zitrone und hielt die Mücken von uns fern.

Die Sonnenaufgänge sind aber auch nicht zu unterschätzen.

Wer lange Spaiziergänge am Strand mag ist auch hier genau richtig, denn druch die Sandbänke kann man kilometerweit laufen, in knöcheltiefen Wasser. (auch für Kinder super geeignet).

Marco und die Kids hatten sich für eine Stunde ein Strandbuggy gemietet. Kostenpunkt: 200 Pesos pro Stunde (9€), ansonsten nutzen Marco, Lia und Marcio, die kostenlosen Fahrräder, um sich mittags ein Eis in der Stadt zu besorgen. Ich war nicht einmal mit dem Rad unterwegs, denn ich verbrachte meine Zeit mit dem Buch : Mit 50€ um die Welt!

Nach 5 Tagen ging es für uns wieder zurück nach Chiquila. Wir holten unseren Wagen uns fuhren nach Cancun, wo wir noch eine Übernachtung hatten, bevor es weiter nach Havanna ging.

Cancun

Ich buchte über Airbnb ein kleines Appartment https://www.airbnb.de/rooms/3061825 in der Nähe vom Flughafen, aber direkt am Meer. Für eine Nacht war das Appartment vollkommen ausreichend. Leider begrüßte uns der Wettergott mit einem kleinen Sturm, es war windig und es hat sehr stark geregnet. Aber wir wollten uns nicht beschweren, denn in der Hurrican-Saison hat es in 18 Tagen, 2 mal kurz geregnet.

Als das Wetter sich beruhigt hatte, sind wir erstmal in Richtung Cancun City gefahren, denn wir wollten unsere Drohne mit DHL nach Deutschland verschicken. Auf Kuba sind Drohnen verboten und man muss diese am Flughafen lassen und kann sie erst bei Abflug wieder abholen. Es fällt wohl eine kleine Strafe an und eine Lagerungsgebühr muss gezahlt werden, dass alles war mir zu aufwendig. Deswegen verschickte ich diese für 59€. Leider hatten wir nicht beachtet, dass es sich um eine DHL Express Filiale handelte und wir deshalb so einen hohen Preis zahlten. Die Drohne war aber schon nach 2 Werktagen vor uns zu Hause.

Marcio wollte noch gerne ein Mexico Trikot kaufen und somit sind wir nach Empfehlung von Tripadvisor zur Mercrada 23 gefahren. Das ist ein größerer Markt, die Auswahl an Souvenirs ist unschlagbar, doch man merkt, dass die Preise hier höher waren, denn auch hier halten unzählige Reisebusse. Gelohnt hat es sich trotzdem.

Abends haben wir noch die Partymeile von Cancun besucht, überall waren Bars, mit halbnackten Frauen, der Bass ertönte aus allen Richtungen. Lia hatte Spass, denn Musik ist ihre Leidenschaft, Marcio und Marco hatten auch Spass, warum muss ich ja hier nicht weiter erläutern. Das hier hat allerdings absolut nichts mit Mexico zu tun, was wir vorher gesehen haben. Ein Hotel reiht sich an das andere. Mittlerweile ist sowas nichts mehr für uns, obwohl wir niemanden verurteilen, der hier Urlaub macht. Jeder hat halt eine andere Vorstellung von Urlaub und das ist auch gut so.

Der Satz unserer Reise war öfters: Papa, hier sind wir wieder die einzigen Touristen.

Nächster Tag Abflug -> KUBA

(Werbung, da Verlinkung)

 

 

1 Comment

  • Julia 28. August 2018 at 8:51

    Schöner Bericht und tolle Bilder!! Ich habe jetzt richtig Lust auf Mexiko…

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